Wissenschaftler haben gemessen, wie Achtsamkeit den Rhythmus der Aufmerksamkeit verändert
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Neurowissenschaftler haben neue Daten darüber gewonnen, wie Aufmerksamkeit und Bewusstsein zusammenhängen: Die Aufmerksamkeit ist in der Lage, visuelle Informationen rhythmisch zu "scannen", auch wenn der Hinweis nicht im Bewusstsein bleibt. Das visuelle Bewusstsein strukturiert diesen Prozess jedoch merklich um - macht ihn schneller, genauer und besser koordiniert auf der Ebene der Gehirnnetzwerke. Dies wurde von einem Team unter der Leitung von Jiang Yi (Institut für Psychologie, Chinesische Akademie der Wissenschaften) in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
Warum das wichtig ist
Der klassische Vergleich der Aufmerksamkeit mit einem "Scheinwerfer" bedarf seit langem einer Klärung: Die moderne Forschung zeigt, dass dieser "Scheinwerfer" nicht statisch ist. Er oszilliert und wählt periodisch Informationen in einem bestimmten Rhythmus aus (Studien an Menschen und Primaten sprechen oft von einem Bereich von etwa 4-8 Hz). Eine Schlüsselfrage, die bis vor kurzem offen geblieben ist, lautet , ob eine solche rhythmische selektive Aufmerksamkeit auch ohne bewusste Wahrnehmung funktionieren kann, und wenn ja, was genau das Bewusstsein verändert.
Wie das Experiment aufgebaut war
Um "Aufmerksamkeit" von "Bewusstsein" zu trennen, machten die Forscher visuelle Hinweise unsichtbar, indem sie eine chromatische Flimmerfusionstechnik anwendeten: Zwei Gitter in entgegengesetzten Farben wechselten sich schnell bei etwa 30 Hz ab, oberhalb der Fusionsschwelle, so dass der Hinweis nicht mehr vom Hintergrund unterschieden werden konnte. Die Wissenschaftler verglichen dann, wie das Gehirn auf sichtbare und unsichtbare Hinweise reagiert, indem sie das Timing der Stimuluspräsentation, das EEG und die zeitliche Reaktionsfunktion analysierten.
Was sie fanden
Das wichtigste Ergebnis: Die rhythmische Abtastung der Aufmerksamkeit wurde sogar durch unsichtbare Hinweise ausgelöst - das heißt, die bewusste Wahrnehmung ist kein "Einschaltknopf" für diesen Mechanismus. Wenn der Hinweis jedoch bewusst sichtbar war, arbeitete das System deutlich effizienter:
die Unterdrückung von ablenkenden Reizen nahm zu;
der Rhythmus der "Abtastung" wurde schneller (etwa ~8 Hz gegenüber ~4 Hz bei unsichtbaren Hinweisen);
die neuronale Kohärenz bei höheren Frequenzen zwischen den frontalen und okzipital-parietalen Regionen, den Schlüsselknoten des Aufmerksamkeitsnetzwerks, nahm zu.
Erstautor Yang Fan formuliert die Schlussfolgerung wie folgt: Die visuelle Aufmerksamkeit ist kein binärer Schalter, sondern ein Regulator, der die Aufmerksamkeit "abstimmt" und sie flexibler, selektiver und schneller macht.
Warum es in der Praxis gebraucht wird
Die Autoren glauben, dass die Ergebnisse uns helfen, kognitive Störungen auf eine neue Art und Weise zu betrachten: Wenn die Aufmerksamkeit "im Hintergrund" arbeiten kann, dies aber ohne Bewusstsein langsamer und grober tut, dann können Probleme mit der Konzentration und dem Herausfiltern von Störungen nicht nur als "Aufmerksamkeitsdefizit" untersucht werden, sondern auch als Störung in der Interaktion zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













