Wissenschaftler haben erstmals den Gletscher auf dem Gipfel des Ararat untersucht
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Ein internationales Forscherteam hat erstmals eine geophysikalische Untersuchung des Gletschers auf dem Gipfel des Ararat in der Türkei durchgeführt. Die Forscher erstellten eine Karte der Eisdicke und des Reliefs unter der Eisdecke, um einen Standort für die Entnahme des ersten Eisbohrkerns der Geschichte auszuwählen, der Aufzeichnungen über das Klima und menschliche Aktivitäten über Jahrtausende hinweg bewahren könnte.
Die Expedition arbeitete in einer Höhe von über 5.000 Metern über dem Meeresspiegel. Zwei Wochen lang führten die Experten ihre Messungen unter Bedingungen mit starkem Wind, niedrigen Temperaturen und dünner Luft durch.
Bislang wurde der Ararat-Gletscher praktisch noch nicht erforscht, weshalb Wissenschaftler ihn als „weiße Fleck“ der Wissenschaft bezeichnen.
Details
Die Forscher setzten zwei Methoden ein: Radarsondierung und aktive seismische Untersuchung.
Diese Technologien ermöglichen es, die Dicke des Gletschers zu bestimmen und eine Karte der unter dem Eis verborgenen Gesteinsoberflächen zu erstellen.
Die gewonnenen Daten werden dabei helfen, den am besten geeigneten Ort für die Entnahme eines langen Eiskerns auszuwählen.
Sollte die nächste Expedition erfolgreich verlaufen, werden die Wissenschaftler erstmals Eisproben vom Gipfel des Ararat erhalten.
Jede Eisschicht sammelt nach und nach Staubpartikel, Bläschen mit uraltem Luftinhalt, Spuren von Vulkanausbrüchen und andere Stoffe an, die in verschiedenen historischen Epochen in die Atmosphäre gelangt sind.
Anhand dieser Schichten können die Forscher die Klimageschichte der Region über Jahrtausende hinweg rekonstruieren und nachvollziehen, wie sich die natürlichen Bedingungen verändert haben.
Eis kann Spuren alter Zivilisationen bewahren
Das Projekt ist auch für Archäologen von besonderem Interesse.
Der Ararat liegt in der Nähe der Gebiete, in denen einige der weltweit ersten Agrarkulturen entstanden sind – in Anatolien, Mesopotamien und im Kaukasus.
Die Wissenschaftler vermuten, dass das Eis winzige Partikel enthalten könnte, die mit den Aktivitäten der Menschen der Antike in Verbindung stehen. Zum Beispiel Spuren früher Metallverarbeitung oder Brandrodungslandwirtschaft.
Die Forscher betonen jedoch, dass es sich hierbei bislang lediglich um eine wissenschaftliche Hypothese handelt. Eine Bestätigung wird erst nach der Untersuchung des Eiskerns möglich sein.
Der Gletscher schmilzt rapide
Die Projektverantwortlichen weisen darauf hin, dass die Eiskappe des Ararat aufgrund des Klimawandels rasant schrumpft.
Mit jedem Jahr könnten zusammen mit dem schmelzenden Eis einzigartige Informationen über die Vergangenheit der Region verloren gehen, die sich auf keine andere Weise wiederherstellen lassen.
Genau aus diesem Grund hoffen die Wissenschaftler, so bald wie möglich erste Eisproben für weitere Analysen zu erhalten.
Quelle
Studie: – ein Gemeinschaftsprojekt des Alfred-Wegener-Instituts (Deutschland), der Universität Münster und türkischer wissenschaftlicher Einrichtungen.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












