Wissenschaftler haben in Madagaskar gleich sieben neue Froscharten entdeckt
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Eine internationale Forschergruppe hat gleich sieben neue Arten von Rautenfröschen (Rhombophryne) beschrieben, die auf Madagaskar beheimatet sind. Die Entdeckung ist das Ergebnis einer mehr als zwölfjährigen Forschungsarbeit, bei der Expeditionen, Museumssammlungen und moderne Methoden der DNA-Analyse miteinander kombiniert wurden. Die Untersuchung ergab, dass sich eine der rätselhaftesten Amphibiengruppen der Insel als wesentlich artenreicher erwies, als bisher angenommen.
Rautenfrösche führen eine äußerst heimliche Lebensweise. Den größten Teil ihrer Zeit verbringen sie unter Laub, und viele Arten ähneln sich äußerlich so sehr, dass es praktisch unmöglich ist, sie voneinander zu unterscheiden.
Laut dem Leiter der Studie, Mark Scherz vom Dänischen Naturhistorischen Museum, hatten Wissenschaftler schon seit Langem die Existenz unbekannter Arten vermutet, konnten dies jedoch erst jetzt bestätigen.
Nach der Veröffentlichung der Studie stieg die Zahl der bekannten Arten der Gattung Rhombophryne von 20 auf 27.
Details
Eine der größten Schwierigkeiten bestand darin, die heutigen Funde mit Exemplaren abzugleichen, die bereits vor Jahrzehnten beschrieben worden waren.
Den Durchbruch ermöglichte die sogenannte Museomik – die DNA-Sequenzierung historischer Museumsexemplare. Die genetischen Daten wurden mit der Analyse der äußeren Anatomie, des Skeletts und der Paarungsrufe der Frösche kombiniert.
Genau dies ermöglichte es, die jahrelange Verwirrung zu klären und die Existenz von sieben bisher unbekannten Arten nachzuweisen.
Warum dies wichtig ist
Die meisten Rautenfrösche kommen ausschließlich in den Wäldern Madagaskars vor, die aufgrund von Abholzung weiterhin rapide schrumpfen.
Dabei ist die Biologie vieler Arten nach wie vor nahezu unbekannt. Die Wissenschaftler kennen bislang weder die Bestandsgrößen noch die Fortpflanzungsmerkmale oder die ökologischen Anforderungen dieser Arten, was die Entwicklung von Schutzmaßnahmen erheblich erschwert.
Die Autoren weisen darauf hin, dass die Ergebnisse der Studie bereits bei der Planung des Ausbaus des Netzwerks besonders geschützter Naturgebiete im Rahmen des Programms zum Erhalt der Artenvielfalt Madagaskars herangezogen werden.
Die Forschungen werden fortgesetzt
Trotz der Beschreibung von sieben neuen Arten sind die Forscher überzeugt, dass dies bei weitem noch nicht das Ende ist.
Ihrer Ansicht nach leben in den schwer zugänglichen Wäldern der Insel noch weitere Vertreter der Gattung Rhombophryne, die der Wissenschaft bislang unbekannt sind.
Jede neue Art steht für Millionen Jahre eigenständiger Evolution und trägt dazu bei, die Herkunft der einzigartigen Fauna Madagaskars besser zu verstehen.
Quelle
Studie: Mark D. Scherz et al. „A wealth of riches: A comprehensive revision of diamond frogs, genus Rhombophryne Boettger, 1880 (Microhylidae: Cophylinae), with the description of seven new species“.
Zeitschrift: Vertebrate Zoology (2026).
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












