Festivals machen uns glücklicher: neue Studie aus Australien
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Die regelmäßige Teilnahme an Offline-Aktivitäten wie Festivals, Sportveranstaltungen oder Messen kann das Wohlbefinden und den emotionalen Zustand einer Person erheblich steigern.
Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of South Australia und der Flinders University. Ihre Studie wurde im International Journal of Tourism Research veröffentlicht.
Quelle: Insun Sunny Son et al. The Value of Events for Personal Well-Being: A PERMA Perspective, International Journal of Tourism Research (2025). DOI: 10.1002/jtr.70061
Die Autoren stellen fest:
"Wir fanden heraus, dass der häufige Besuch von Veranstaltungen direkt mit einem höheren Maß an positiven Emotionen - Freude, Zufriedenheit, Aufregung und Glück - sowie einem höheren Maß an Engagement verbunden war."
Mit anderen Worten: Wenn eine Person in eine Veranstaltung eintaucht, erlebt sie einen sogenannten "Flow-Zustand", in dem sie das Zeitgefühl verliert.
Für die Studie wurden mehr als 350 Südaustralier befragt. Die Teilnehmer wurden gefragt, wie oft sie Offline- und Online-Veranstaltungen besuchten und wie sich dies auf ihr allgemeines Wohlbefinden auswirkte. Die Ergebnisse zeigten: regelmäßige Live-Events sind weitaus vorteilhafter als virtuelle Veranstaltungen.
Associate Professor Sunny Son von der University of South Australia erklärt:
"Es wird zwar oft behauptet, dass Veranstaltungen das Wohlbefinden verbessern, aber bisher fehlt es an umfassenden Untersuchungen, die dies belegen. Wir haben uns entschlossen, das Thema systematisch zu untersuchen und konnten nachweisen, dass die Teilnahme an Aktivitäten das allgemeine Wohlbefinden verbessert und dass es sich lohnt, dieses Potenzial auf Gemeinschaftsebene zu nutzen."
Der Studie zufolge können solche Verbesserungen nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Lebensqualität im Allgemeinen von Bedeutung sein.
"Das Wohlbefinden wird mit einer Vielzahl positiver Ergebnisse in Verbindung gebracht, von einer längeren Lebenserwartung bis hin zu einem besseren Engagement am Arbeitsplatz und in der Gemeinschaft", betont Sohn.
Interessanterweise haben Online-Aktivitäten wie das Streamen von Konzerten, obwohl sie das Gefühl von Erfolg steigern können, keine Auswirkungen auf andere Aspekte des Wohlbefindens. Dies ist nach Ansicht der Wissenschaftler ein weiteres Argument für das Live-Streaming.
Eliza Kitchen, Associate Professor an der Flinders University, schlägt vor, Offline-Veranstaltungen als Teil der Unternehmens- und Bildungspolitik zu nutzen:
"Unternehmen können die Teilnahme an Veranstaltungen in Anreizprogramme für ihre Mitarbeiter einbeziehen, Partner und Kunden einladen und Freikarten verschenken. Das fördert die Moral und das Engagement der Mitarbeiter."
Sie fügt hinzu, dass auch Universitäten und Schulen solche Veranstaltungen nutzen können, um das psycho-emotionale Wohlbefinden von Studenten zu verbessern - insbesondere angesichts der Zunahme von psychischen Problemen bei jungen Menschen.
Die Forscher glauben, dass auch die lokalen Behörden von solchen Initiativen profitieren können. "Lokale Behörden können kostenlose Veranstaltungen organisieren, um die soziale Verbundenheit zu fördern, die Nachbarschaftsbande zu stärken und Unterstützung innerhalb der Gemeinschaften aufzubauen", sagt Kitchen.
Die Autoren betonen:
"Veranstaltungen sind nicht nur eine Möglichkeit, den Tourismus oder die Wirtschaft anzukurbeln, sondern auch ein wirksames Instrument, um die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern."
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













