Fünf Mythen über Unternehmerinnen, die es zu entlarven gilt
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Kanada hat die fünf größten Mythen über Geschäftsfrauen genannt.
Wenn Frauen gleichberechtigt mit Männern am Unternehmertum teilnähmen, könnte das weltweite Bruttoinlandsprodukt um 3-6 Prozent steigen und die Weltwirtschaft um 2,5 bis 5 Billionen Dollar bereichern, so kanadische Experten. Sie nennen fünf große Mythen über Unternehmerinnen, die entlarvt werden sollten.
Mythos 1: Frauen wollen keine Unternehmerinnen sein
Es besteht der Irrglaube, dass Frauen nicht motiviert sind, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Das liegt zum Teil daran, dass die Sprache des Unternehmertums oft mit "männlichen" Begriffen durchsetzt ist: "risikofreudig", "leistungsorientiert", "selbstbewusst". Allerdings machen Frauen 37 Prozent der Selbständigen in Kanada aus, was auf eine starke unternehmerische Motivation bei ihnen hindeutet.
Mythos 2: Frauen sind im Geschäftsleben nicht erfolgreich
Erfolg wird oft an der Unternehmensgröße, den Gewinnen und den Wachstumsraten gemessen. Frauen führen eher kleinere Unternehmen mit bescheideneren Gewinnen, aber das bedeutet nicht, dass sie weniger erfolgreich sind. Vieles hängt davon ab, dass Frauen oft geschäftliche und familiäre Verpflichtungen miteinander verbinden und in Branchen mit geringerem Wachstum arbeiten.
Mythos 3: Frauen können keine Finanzierung erhalten
Unternehmerinnen erhalten seltener finanzielle Unterstützung. Das liegt nicht an mangelnden Fähigkeiten, sondern daran, dass sie sich aus Angst vor Ablehnung seltener darum bemühen. Wenn sie sich um eine Finanzierung bemühen, werden ihnen oft Fragen zu möglichen Risiken gestellt, während Männer nach den Erfolgsaussichten gefragt werden. Dies wirkt sich auf das Selbstvertrauen und folglich auch auf die Höhe der erhaltenen Mittel aus.
Mythos 4: Frauen haben Angst, Risiken einzugehen
Es wird angenommen, dass Frauen vorsichtiger und risikoscheuer sind, was sie am Unternehmertum hindert. Einige Studien deuten zwar darauf hin, dass Frauen bei finanziellen Entscheidungen vorsichtiger sind, aber das ist eher eine Folge von gesellschaftlichen Erwartungen und Stereotypen. Frauen gehen durchaus Risiken ein, aber oft in anderen Bereichen, z.B. wenn sie für ihre Überzeugungen einstehen oder einen ethischen Weg wählen, auch wenn dies den finanziellen Erfolg schmälern könnte.
Mythos 5: Frauen bauen nicht die richtigen Kontaktnetzwerke auf
Es herrscht der Eindruck, dass Frauen nicht wissen, wie man effektive Geschäftsbeziehungen aufbaut. Untersuchungen zeigen, dass Frauen eher an formellen Netzwerken und Berufsverbänden beteiligt sind, während Männer formelle und informelle Verbindungen kombinieren. Dass es Frauen an informellen Kontakten mangelt, liegt nicht an einem fehlenden Wunsch, sondern daran, dass es weniger Unternehmerinnen gibt, die solche Kontakte knüpfen.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













