Getrenntes Schlafen mit einem Partner kann die Schlafqualität verbessern
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In der Vergangenheit waren getrennte Schlafzimmer in der europäischen Aristokratie die Norm und ein Statussymbol.
Heutzutage teilen sich Paare immer häufiger ein Bett, aber immer mehr Menschen fragen sich: Kann getrenntes Schlafen ein Rezept für einen guten Schlaf und sogar... eine starke Beziehung sein?
In der Wissenschaft wird dieses Phänomen als Schlaf-Scheidung bezeichnet. Wie die Autorin des Artikels in The Conversation, Alix Mellor, jedoch klarstellt, wäre es richtiger, "Schlafscheidung" zu sagen, denn es geht nicht um die Trennung einer Beziehung, sondern nur um eine Änderung der nächtlichen Routine.
Warum entscheiden sich Paare dafür, getrennt zu schlafen?
Der Hauptgrund ist die gegenseitige Schlafstörung. Der Autor ist der Meinung, dass Schlafstörungen durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden können: Schnarchen, Schlaflosigkeit, Schlafgespräche, unterschiedliche Biorhythmen, Schichtarbeit und Vorlieben für die Raumtemperatur oder die Beleuchtung.
"Eltern von Kleinkindern schlafen oft getrennt, damit wenigstens einer von ihnen durchschlafen kann", stellt der Autor fest. Unterschiedliche Gewohnheiten - zum Beispiel, dass der eine gerne kühl und einen Ventilator mag, während der andere Wärme und Ruhe bevorzugt - sind ebenfalls ein Grund für getrennte Schlafzimmer.
Was sagt die Forschung?
Obwohl viele Paare behaupten, gemeinsam besser zu schlafen, zeigen objektive Messungen wie Elektroenzephalogramme (EEGs): Wer alleine schläft, schläft möglicherweise tatsächlich tiefer und länger.
Die Autoren glauben, dass getrennter Schlaf vor allem dann von Vorteil ist, wenn ein Partner an einer Schlafstörung wie Schlaflosigkeit oder Atemstillstand leidet. In solchen Fällen weckt er oder sie den anderen ungewollt auf, was das Problem für beide verschlimmert.
Darüber hinaus haben zahlreiche Studien Schlafstörungen mit einer Verschlechterung der Beziehungsqualität in Verbindung gebracht. Getrenntes Schlafen kann also ein unerwarteter Weg sein, um das Verständnis in einer Partnerschaft zu verbessern.
Einige Patienten mit Schlaflosigkeit berichten ihren Therapeuten: "Wenn ich alleine schlafe, fühle ich mich nicht so ängstlich - ich weiß, dass ich meinen Partner nicht stören werde und dass mich niemand stören wird."
Es gibt auch Nachteile
Getrenntes Schlafen ist nicht jedermanns Sache. Viele Menschen fühlen sich sicherer, wenn ein geliebter Mensch in der Nähe ist. Die Abwesenheit eines Partners kann zu Einsamkeit führen.
Außerdem gibt es häusliche Schwierigkeiten: Sie brauchen zwei Zimmer oder zumindest zwei Betten - und nicht jeder hat diese Voraussetzungen.
Die Gesellschaft nimmt getrennte Schlafmöglichkeiten oft als Zeichen schwindender Intimität wahr. Die Autoren betonen jedoch: "Weniger Co-Sleeping bedeutet nicht weniger Sex." Manchmal empfinden Paare, die besser getrennt schlafen, im Gegenteil mehr Energie und Lust auf Intimität.
Eine der Patientinnen, so die Autorin, hat sich mit ihrem Partner auf "Gastbesuche" geeinigt: Sie verbringen einige Zeit vor dem Schlafengehen oder am Morgen zusammen, was dazu beiträgt, die Intimität zu erhalten und den emotionalen Kontakt nicht zu verlieren.
Wer sollte über getrennte Schlafmöglichkeiten nachdenken?
Die Autoren glauben, dass dieser Ansatz einen Versuch wert ist, wenn:
sie den Schlaf des anderen stören;
sie unterschiedliche Vorlieben für Temperatur, Licht oder Lärm haben;
es kleine Kinder in der Familie gibt;
einer der Partner an einer Schlafstörung leidet.
Wenn es nicht möglich ist, die Räume zu trennen, können Sie Ohrstöpsel, eine Schlafmaske oder weißes Rauschen ausprobieren, um den Einfluss von Fremdeinflüssen zu reduzieren.
Denken Sie daran: Getrennte Schlafmöglichkeiten sind kein Urteil über eine Beziehung. Es kann eine vorübergehende oder flexible Lösung sein, zum Beispiel für gemeinsame Wochentage und Wochenenden. Die Hauptsache ist ein offener Dialog und das Einverständnis beider Parteien.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













