Japanische Wissenschaftler erklären, wie ein Kindheitstrauma die Mutterschaft beeinflusst
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Gewalt in der Kindheit hinterlässt nicht nur lebenslange Spuren, sondern kann auch in elterliche Gewalt umschlagen.
Wissenschaftler aus Japan haben versucht zu verstehen, wie genau diese Übertragung "durch Vererbung" erfolgt und was dagegen getan werden kann.
Die Studie, die von der Universität Fukui (Japan) durchgeführt wurde, wurde am 5. März 2025 in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Ihre Autoren - die Doktorandin Yuko Kawaguchi und die Wissenschaftler Shota Nishitani, Takashi Fujisawa und Professor Akimi Tomoda - untersuchten den Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma, Empathie, Depression und Erziehungsstil.
Info: Yuko Kawaguchi et al, Effects of childhood maltreatment on mothers' empathy and parenting styles in intergenerational transmission, Scientific Reports (2025). DOI: 10.1038/s41598-025-92804-0
Die Studie konzentrierte sich auf 13 Mütter, die als Kinder missbraucht worden waren und später Anzeichen von Misshandlung ihrer eigenen Kinder zeigten, sowie auf eine Kontrollgruppe von 42 Müttern ohne solche Erfahrungen.
Das wichtigste Ergebnis: Mütter, die in ihrer Kindheit missbraucht wurden, leiden mit größerer Wahrscheinlichkeit unter vermindertem Einfühlungsvermögen und depressiven Symptomen, was das Risiko erhöht, den Missbrauch an ihren Kindern zu wiederholen.
Die Autoren betonen, dass es wichtig ist, elterlichen Missbrauch nicht als ein "ist/ist nicht" zu betrachten, sondern als ein Verhaltensspektrum, in dem Emotionen eine Schlüsselrolle spielen. Für die Analyse wurden sowohl psychologische Tests (z.B. ACE-, CTQ-, IRI- und SDS-Fragebögen) als auch biophysiologische Messungen verwendet.
Die Ergebnisse zeigten: Ein hohes Maß an Kindheitstrauma (körperlicher, emotionaler, sexueller Missbrauch oder Vernachlässigung) korrelierte direkt mit einer niedrigen Stresstoleranz, erhöhter Angst und Schwierigkeiten bei der emotionalen Empathie. Der Indikator für persönlichen Stress, eine Art von Empathie, bei der eine Person den Schmerz eines anderen übermäßig ausdrückt, war besonders stark.

Diese emotionale Überlastung kann zu Depressionen führen, die wiederum missbräuchliches Erziehungsverhalten begünstigen. Der Teufelskreis schließt sich: Eine Person, die als Kind keine Unterstützung erhalten hat, ist nicht in der Lage, diese zu geben.
"Unsere Studie zeigt: Emotionales Einfühlungsvermögen kann durch traumatische Erfahrungen gesteigert werden, aber es macht Eltern auch anfällig für Depressionen, die den Erziehungsstil verzerren", erklärt Kawaguchi.
Was zu tun ist Die Forscher schlagen vor, sich auf die psychologische Unterstützung von Müttern mit Kindheitstraumata zu konzentrieren. Wirksame Interventionen sollten psychologische Unterstützung und ein spezielles Elterntraining umfassen, das darauf abzielt, empathische Reaktionen zu erkennen und zu bewältigen.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













