Kult der "harten Männlichkeit" steht in direktem Zusammenhang mit der Unterstützung von Kriegen - Wissenschaftler
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Eine missbrauchte Kindheit, der Kult der Stärke, idealisierte Grausamkeit - all das prägt hartnäckige Bilder von Männlichkeit, die oft zu Gewalt und Unterstützung von Kriegen führen.
Der neue Skandal um Ilon Musks Vater Errol Musk, der des Kindesmissbrauchs beschuldigt wird (Vorwürfe, die er bestreitet), hat uns wieder einmal daran erinnert, wie zerstörerisch das Erbe solcher Wahrnehmungen sein kann.
Eine Studie von Alexander Jendell (FGZ Leipzig) und David Herbert (Universität Bergen), die in der Zeitschrift Politics & Governance veröffentlicht wurde, befasst sich mit genau diesen Themen.
Die Forscher analysierten die Daten von über tausend britischen Befragten und stellten fest, dass starre Stereotypen von Männlichkeit ein wichtiger Faktor für die Unterstützung von Militäraktionen sind.
Befragte, die glaubten, dass Männer ihre Familien mit Gewalt verteidigen oder für die Ehre kämpfen sollten, unterstützten Kriege mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit. Dieser Faktor war stärker als politische Ansichten oder ideologische Orientierung.
Darüber hinaus stellte die Studie fest: Autoritarismus, radikale Überzeugungen und besonders sadistische Persönlichkeitsmerkmale (der Wunsch, andere zu demütigen oder zu quälen) erhöhten ebenfalls signifikant die Wahrscheinlichkeit, Gewalt und bewaffnete Konflikte zu rechtfertigen.
"Kriege lassen sich nicht allein durch strategische Entscheidungen erklären. Sie beruhen auf tiefen psychologischen Strukturen - und vor allem auf Vorstellungen von Männlichkeit -, die Gewalt verstärken", betont Yendell.
Die Autoren stellen fest, dass diejenigen, die als Kinder missbraucht oder misshandelt wurden, mit größerer Wahrscheinlichkeit starre und autoritäre Denkmuster entwickeln. Dies äußert sich später in einer geringeren Kritikfähigkeit gegenüber Kriegen und der Rechtfertigung von Gewalt.
Auf diese Weise reproduziert Gewalt in Familie und Gesellschaft einen "Teufelskreis", der Generationen von Menschen hervorbringt, für die Aggression und Gewalt zur Verhaltensnorm werden.
Die Forscher warnen: Es ist ein Fehler, Kriege nur durch die Handlungen einzelner Anführer zu erklären. Entscheidend ist, dass weite Teile der Gesellschaft die Auffassung teilen, dass Gewalt akzeptabel ist. Es sind die kollektiven Haltungen und Erwartungen, die den Boden bilden, auf dem Kriege möglich werden.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













