Leben kann sogar in völliger Dunkelheit existieren - Studie zeigt
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Wissenschaftler haben ein neues Szenario für die Existenz von Leben vorgeschlagen - ohne einen Stern oder Sonnenlicht. Satelliten von sogenannten "umherziehenden" Planeten können Wärme und flüssiges Wasser für Milliarden von Jahren speichern. Dies erweitert die Vorstellung davon, wo im Universum Leben entstehen kann, erheblich.
Astronomen wissen seit langem von der Existenz von "verirrten" Planeten - Welten, die aus ihren Systemen ausgestoßen wurden und in völliger Dunkelheit unterwegs sind.
Man dachte, solche Objekte seien zu kalt für Leben. Doch eine neue Studie zeigt: Ihre Satelliten können geeignete Bedingungen aufrechterhalten.
Details
Wenn sich ein Planet aus seinem System entfernt, können sich die Bahnen seiner Satelliten verlängern. Dadurch werden sie ständig durch die Schwerkraft "gestaucht und gedehnt".
Dadurch wird im Inneren Wärme erzeugt - ähnlich wie bei den Jupitersatelliten, z.B. Europa.
Aber allein würde sich diese Wärme schnell ins All verflüchtigen. Die Atmosphäre spielt eine Schlüsselrolle.
Wenn ein Satellit eine dichte, wasserstoffreiche Atmosphäre hat, kann er die Wärme effektiv einfangen.
Bei hohem Druck beginnt der Wasserstoff, Infrarotstrahlung zu absorbieren und verhindert, dass die Oberfläche abkühlt.
Dies hat zur Folge:
- wird die Wärme gespeichert
- bleibt die Temperatur stabil
- wasser kann in flüssiger Form existieren
Modellen zufolge können solche Bedingungen bis zu 4,3 Milliarden Jahre andauern - vergleichbar mit dem Alter der Erde.
Das Hauptproblem ist, dass solche Objekte extrem schwer zu entdecken sind.
Selbst wenn ein solcher Satellit gefunden werden könnte, wäre es wahrscheinlich nicht möglich, seine Atmosphäre in nächster Zeit zu untersuchen.
Warum das wichtig ist
Die Studie ändert eine Schlüsselidee über die "bewohnbare Zone":
- dass Leben auch ohne einen Stern existieren kann
- geeignete Bedingungen in völliger Dunkelheit möglich sind
- dass es im Universum noch viele weitere potenziell bewohnbare Welten geben könnte
Die Arbeit liefert auch neue Erkenntnisse über die frühe Atmosphäre der Erde, die möglicherweise mehr Wasserstoff enthielt.
Hintergrund
"Wandernde" Planeten sind Objekte, die durch gravitative Wechselwirkungen aus ihren Systemen herausgeschleudert werden. Hunderte solcher Welten sind inzwischen bekannt.
Quelle
Die Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik und der Europäischen Weltraumorganisation wurde in der Zeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.













