TikTok verbreitet Mythen über sexuelle Gesundheit
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Eines von fünf TikTok-Videos zur sexuellen Gesundheit enthält falsche Informationen
Laut einer Studie, die auf der American Academy of Paediatrics (AAP) National Conference 2025 vorgestellt wurde, enthalten mehr als 20 % der TikTok-Videos zur sexuellen Gesundheit irreführende oder gefährliche Informationen.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass ein erheblicher Teil des Publikums der Plattform junge Menschen sind, die aktiv in den sozialen Medien nach Antworten auf ihre Fragen suchen.
Im Rahmen einer Studie mit dem Titel "Digital misinformation and public health: a cross-sectional analysis of sexual health content on TikTok" haben Experten ein Konto erstellt, das einen 15-jährigen Nutzer imitiert. Mit Hilfe dieses Kontos analysierten sie die 100 beliebtesten Videos, die nach 10 Schlüsselwörtern zum Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit ausgewählt wurden.
Die Ergebnisse waren alarmierend: 21,4 Prozent der von nicht-medizinischen Fachleuten produzierten Videos enthielten irreführende Informationen. Im Vergleich dazu enthielten nur 3,4 Prozent der von Ärzten und anderen Spezialisten produzierten Videos falsche Informationen. Besonders gefährlich waren Informationen zum Thema Abtreibung: 26,7 Prozent der Videos zu diesem Thema enthielten ungenaue oder irreführende Ratschläge, darunter auch Ratschläge zum Schwangerschaftsabbruch.
Die Hauptautorin der Studie, Angeli Sirilan, Studentin am University of Arizona College of Medicine in Phoenix, betonte, dass eine Plattform mit einem großen Publikum von Teenagern nicht zu einer Quelle potenziell gefährlicher Ratschläge werden sollte:
"Da die schulische Sexualerziehung von Region zu Region unterschiedlich ist, wenden sich Teenager zunehmend an TikTok, um Antworten zu erhalten. Daher ist es dringend notwendig, sowohl die Qualität der Bildung als auch die Medienkompetenz zu verbessern", sagte Sirilan.
Sie fügte hinzu, dass soziale Netzwerke die Verantwortung haben, ihre Nutzer, insbesondere Minderjährige, vor schädlichen Informationen zu schützen. Darüber hinaus forderten die Forscher die medizinische Gemeinschaft auf, proaktiver gegen Fehlinformationen vorzugehen, Patienten bei der Suche nach zuverlässigen Quellen zu helfen und Mythen zu entlarven.
Die Studie wurde nicht extern finanziert und ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführt.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












