Warum manche Viren ein Leben lang im Körper bleiben - Studie

  1. Startseite
  2. Leben
  3. Gesunder lebensstil
  4. Warum manche Viren ein Leben lang im Körper bleiben - Studie
Studie mit 900.000 Menschen erklärt, warum Viren nicht verschwinden
23:00, 26.03.2026

Wissenschaftler analysierten Daten von mehr als 900.000 Menschen und fanden heraus, warum manche Viren jahrelang oder sogar ein Leben lang im Körper bleiben. Die Studie zeigte, dass dies von der Genetik, dem Alter und dem Lebensstil beeinflusst wird. Dies ist wichtig, da solche Viren mit der Entwicklung schwerer Krankheiten in Verbindung gebracht werden können.



Wir sprechen von so genannten "versteckten" Viren, die lange Zeit ohne Symptome im Körper bleiben können.

Details

Wissenschaftler haben den Gehalt an viraler DNA in Blut und Speichel untersucht und festgestellt, dass er von Mensch zu Mensch stark variiert.

Es stellte sich heraus, dass er von Alter, Geschlecht, Gewohnheiten und genetischen Merkmalen beeinflusst wird. So wiesen Männer im Durchschnitt höhere Virusmengen auf als Frauen.

Die Forscher identifizierten auch Dutzende von genetischen Faktoren, die damit zusammenhängen, wie der Körper Viren kontrolliert.

Das Epstein-Barr-Virus, eines der häufigsten Viren, das die meisten Menschen haben, wurde separat untersucht. Seine Werte variierten mit dem Alter und hingen sogar von der Jahreszeit ab: Sie waren im Winter höher als im Sommer.

Es wurde auch festgestellt, dass Rauchen mit höheren Viruswerten verbunden ist - passionierte Raucher hatten fast doppelt so hohe Werte.

Gleichzeitig haben Wissenschaftler herausgefunden, dass nicht nur das Virus selbst, sondern auch die Reaktion des Immunsystems auf das Virus eine wichtige Rolle spielt.

So hängt das Risiko für bestimmte Krankheiten möglicherweise nicht mit der Menge des Virus zusammen, sondern mit der Art und Weise, wie der Körper darauf reagiert.

Warum das wichtig ist

Zu verstehen, wie sich Viren im Körper verhalten, kann bei der Prävention und Früherkennung von Krankheiten helfen.

Die Forschung zeigt, dass das Risiko beeinflusst werden kann durch:

  • genetische Merkmale
  • rauchen und Lebensstil
  • alter und Geschlecht
  • zustand des Immunsystems

In Zukunft könnte dies dazu beitragen, Risiken genauer einzuschätzen und neue Behandlungsansätze zu entwickeln.

Hintergrund

Einige Viren, darunter Herpesviren, verbleiben nach der Infektion im Körper und können später aktiviert werden. Ihre Rolle bei der Krankheitsentwicklung ist nicht vollständig geklärt.

Moderne Biobanken ermöglichen es, die Daten von Hunderttausenden von Menschen zu analysieren, was neue Möglichkeiten zur Untersuchung solcher Prozesse eröffnet.

Quelle

Die Studie basiert auf der Analyse der Daten von mehr als 900 Tausend Menschen aus großen Biobanken, darunter UK Biobank und das All of Us-Programm. Die Arbeit wurde in Nature (2026) veröffentlicht.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Nachrichten nach Themen

Populäre Nachrichten

Kriegsnachrichten