Wie eine pflanzliche Ernährung hilft, Krebs und Diabetes zu vermeiden
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Die Umstellung auf eine überwiegend pflanzliche Ernährung kann das Risiko, mehrere chronische Krankheiten zu entwickeln, deutlich verringern.
Zu diesem Ergebnis kamen internationale Forscher auf der Grundlage der Analyse von Daten von mehr als 400.000 Menschen aus sechs europäischen Ländern. Dies berichtet Phys.org unter Bezugnahme auf die in The Lancet Healthy Longevity veröffentlichte Studie.
Die Studie wurde von der Universität Wien in Zusammenarbeit mit der International Agency for Research on Cancer (IARC, Frankreich) und der Gyeonggi Universität (Südkorea) durchgeführt. Die Forscher untersuchten die Ernährung von Menschen im Alter von 37 bis 70 Jahren und deren Zusammenhang mit der Entwicklung von Multimorbidität - dem gleichzeitigen Auftreten von zwei oder mehr chronischen Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Was sind die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung?
Die Analyse ergab, dass Teilnehmer, die sich in hohem Maße pflanzlich ernährten, ein um 32 % geringeres Risiko hatten, an Multimorbidität zu erkranken, als diejenigen, die sich für eine eher traditionelle Mischkost entschieden. Es war nicht notwendig, vollständig auf tierische Produkte zu verzichten - eine Erhöhung des Anteils an pflanzlichen Lebensmitteln war ausreichend.
"Ein vollständiger Verzicht auf tierische Lebensmittel ist nicht notwendig. Selbst ein teilweiser Übergang zu einer pflanzlichen Ernährung hat bereits eine positive Wirkung", erklärte die Leiterin der Studie, die Ernährungswissenschaftlerin Reinalda Cordova.
Das Alter ist kein Hindernis
Die Wirkung einer pflanzlichen Ernährung war sowohl bei Menschen unter 60 Jahren als auch bei älteren Menschen signifikant. In beiden Altersgruppen verringerte sich das Risiko für Krebs und kardiometabolische Erkrankungen.
"Unsere Arbeit bestätigt: Eine gesunde pflanzliche Ernährung reduziert das Risiko für mehrere Krankheiten auf einmal, nicht nur für eine Diagnose", betonte Cordova.
Die wichtigsten Lebensmittel in einer solchen Ernährung sind:
obst
gemüse
hülsenfrüchte
vollkornprodukte
pflanzliche Alternativen zu Fleisch (z.B. vegane Frikadellen)
Nicht nur Gesundheit, sondern auch Ökologie
Abgesehen von den gesundheitlichen Vorteilen ist eine pflanzliche Ernährung auch gut für die Umwelt. "Die Reduzierung des Anteils tierischer Lebensmittel in der Ernährung trägt zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen bei und entlastet die Landwirtschaft", fügte Studienmitautor Professor Karl-Heinz Wagner von der Universität Wien hinzu.
Die Autoren betonen: Die öffentliche Politik im Bereich Ernährung und Krankheitsvorbeugung sollte die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung berücksichtigen. Selbst eine moderate Reduzierung des Fleischkonsums und eine Erhöhung des Anteils pflanzlicher Lebensmittel könnte eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Epidemie chronischer Krankheiten spielen.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













