Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen Stress in der Kindheit und chronischen Krankheiten in der Zukunft nachgewiesen

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Stress in der Kindheit führt zu Krankheiten im Erwachsenenalter - Studie
21:30, 26.09.2025

Forscher der Duke University haben überzeugende Beweise dafür vorgelegt, dass Stress in der Kindheit einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesundheit hat.



Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Die Studie ergab, dass Kinder, die zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr einem hohen Maß an Stress ausgesetzt sind, im Erwachsenenalter mit größerer Wahrscheinlichkeit Herz-Kreislauf- und Stoffwechselprobleme haben werden. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf die allostatische Belastung - die kumulative "Abnutzung" des Körpers durch chronischen Stress.

"Wir wissen seit langem, seit den 1980er Jahren, dass Kindheitstraumata nicht nur die Psyche, sondern auch die Physiologie beeinflussen. Stress geht buchstäblich unter die Haut und beeinflusst die Funktionsweise des Körpers", sagte der Mitautor der Studie, Professor Hermann Pontzer, ein Experte für evolutionäre Anthropologie und globale Gesundheit an der Duke University.

Das von der Doktorandin Elena Hinz geleitete Forschungsteam verwendete objektive Biomarker wie die Werte des C-reaktiven Proteins (ein Marker für Entzündungen), Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus, den Body Mass Index und den Blutdruck. Anhand dieser Daten konnten wir beurteilen, wie sich Stress in der Kindheit auf das körperliche Wohlbefinden eines Menschen Jahre später auswirkt.

Normalerweise verlassen sich Wissenschaftler bei dieser Art von Arbeit auf die Erinnerungen von Erwachsenen an die Schwierigkeiten, die sie erlebt haben. Im Gegensatz dazu verwendete das Team von Hinz Daten aus der Great Smoky Mountains Study, einer groß angelegten Längsschnittstudie, die 1992 begonnen wurde und in der routinemäßig sowohl psychologische als auch physiologische Daten von Kindern erhoben werden.

Die Studie legt besonderes Augenmerk auf die Rolle der Armut als einer der Hauptursachen für chronischen Stress bei Kindern.

"Bildung, Berufsausbildung, Stabilität und Zugang zu Lebensmitteln verringern den Stress eines Kindes. Es ist nicht nur emotional. Der Mangel an Ressourcen wirkt sich auf die Physiologie aus, vom Blutdruck bis zur Immunität", betont Pontzer.

Hinz fügt hinzu, dass der Körper bei Stress eine "Kampf- oder Flucht"-Reaktion auslöst - die Herzfrequenz erhöht sich und der Blutdruck steigt an. Wenn diese Reaktionen chronisch werden, führen sie zu Verschleißerscheinungen im Körper.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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