Wissenschaftler haben getestet, ob sich Blumensträuße mit Hilfe von Plasma verlängern lassen
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Wissenschaftler der Griffith University in Australien haben eine ungewöhnliche Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Schnittblumen getestet - die Behandlung mit atmosphärischem Plasma. In dem Experiment behielten Rosen, Gerbera und Dahlien nach einer solchen Behandlung vierzehn Tage lang ihre Frische und Farbe besser bei.
Die Idee ist, eine sauberere Alternative zu den üblichen Konservierungsmitteln für Blumensträuße zu finden. Heutzutage werden Schnittblumen oft über weite Strecken transportiert und mit Chemikalien behandelt, um sie länger frisch zu halten. Das ist eine zusätzliche Belastung für die Umwelt und verkompliziert die Lieferketten.
Wichtig: Es handelt sich noch nicht um eine fertige Technologie für alle Blumengeschäfte, sondern um ein vorläufiges Experiment. Die Wissenschaftler haben mehrere Behandlungsoptionen getestet und vielversprechende Ergebnisse erzielt, aber die Methode muss noch in größerem Umfang getestet werden - an anderen Blumensorten und unter Bedingungen, die der kommerziellen Lagerung nahe kommen.
Details
Atmosphärisches Plasma ist ein aktivierter Zustand von Gas. Unter diesen Bedingungen werden Partikel gebildet, die Oberflächen desinfizieren und Bakterien und Krankheitserreger ohne die üblichen chemischen Konservierungsmittel hemmen können. Plasma wird bereits erforscht und in der Medizin, Landwirtschaft, Saatgutbehandlung und Lebensmittelkonservierung eingesetzt.
Das Team der Griffith University nahm drei Arten von Schnittblumen: Rosen, Gerbera und Dahlien. Sie wurden in fünf Gruppen eingeteilt, die von gar keiner Behandlung bis zur Behandlung mit atmosphärischem Plasma reichten. Zum Vergleich wurden auch normales Wasser und Blumennahrung verwendet. Der Zustand der Blumensträuße wurde vierzehn Tage lang überwacht.
Die Forscher beurteilten täglich, wie sich die Blumen veränderten: ob sie an Gewicht verloren, wie viel Wasser sie aufnahmen, wie sie ihre Farbe behielten und wie schnell die äußeren Anzeichen des Verwelkens auftraten. Am Ende des Experiments behielten die mit Plasma behandelten Blumensträuße im Allgemeinen ihre Unversehrtheit, Farbe und ihr frisches Aussehen besser bei, so die Projektteilnehmer.
Die Autoren betonen, dass die für das Experiment verwendeten Blumen aus der Region stammten und nicht vorbehandelt waren. Das ist wichtig: So konnte die Wirkung des Plasmas selbst genauer beurteilt werden und nicht eine Vermischung der Wirkung mit bereits angewandten kommerziellen Produkten.
Warum das wichtig ist
Schnittblumen sehen wie eine leichte und schöne Ware aus, aber hinter dem Strauß steckt oft eine lange Logistik: Anbau, Kühlung, Verpackung, Transport und Behandlung mit Produkten, die das Verwelken verlangsamen. Wenn Plasma einige der chemischen Konservierungsmittel ersetzen kann, könnte es die Lagerung von Blumen umweltfreundlicher machen.
Für die Floristik wäre diese Methode ebenfalls von Nutzen, da viele Blumen schnell ihre Marktfähigkeit verlieren. Selbst ein paar zusätzliche Tage Frische könnten die Abschriften reduzieren, die Auslieferung erleichtern und die Sträuße widerstandsfähiger gegen den Transport machen.
Aber bis zur praktischen Anwendung ist es noch ein weiter Weg. Die Technologie muss an mehr Blumen, verschiedenen Sorten und unterschiedlichen Lager- und Transportbedingungen getestet werden. Außerdem ist es wichtig zu verstehen, wie kosteneffektiv und sicher die Behandlung für den Masseneinsatz sein wird.
Hintergrund
Die Plasmatechnologie wird seit langem auch außerhalb der Physik erforscht. Kaltes atmosphärisches Plasma wurde in der Forschung zur Wundbehandlung, Oberflächendekontamination, Stimulation der Keimung von Saatgut und Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt. Die Idee, es auf Schnittblumen anzuwenden, ist also logisch: Eine der Ursachen für welkende Sträuße sind Mikroben, die sich im Wasser vermehren und die Gefäße des Stiels verstopfen.
Es gibt auch naheliegende wissenschaftliche Arbeiten. So hat Scientia Horticulturae bereits plasmaaktiviertes Wasser für Schnittrosen untersucht und berichtet, dass eine solche Behandlung die Lebensdauer der Blumen verlängert und ihre Qualität verbessert. Aber das Experiment der Griffith University ist anders: Es testete die atmosphärische Plasmabehandlung an Rosen-, Gerbera- und Dahliensträußen.
Dieser Ansatz scheint noch ein frühes Stadium der Technologie zu sein. Er zeigt die Richtung an, ersetzt aber keine vollwertigen Tests mit einer großen Anzahl von Proben und veröffentlichten Daten.
Quelle
Das Material basiert auf dem Bericht der Griffith University "Can plasma help cut flowers last longer? Experiment stellt Blüten auf den Prüfstand", veröffentlicht am 11. Mai 2026. In dem Experiment behandelten Forscher der Griffith University Schnittblumen - Rosen, Gerbera und Dahlien - mit atmosphärischem Plasma und verglichen sie vierzehn Tage lang mit Kontrollgruppen. Das Team überwachte täglich den Gewichtsverlust, die Wasseraufnahme, die Farbveränderung und das Verwelken der Pflanzen.
Die Studie wurde bisher als Universitätsexperiment und nicht als von Experten begutachteter Artikel in einer wissenschaftlichen Zeitschrift vorgestellt. Die Ergebnisse sollten daher als vorläufig betrachtet werden: Die Plasmabehandlung hat sich als vielversprechend erwiesen, aber ihre Wirksamkeit muss noch in größeren Studien bestätigt werden.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













