Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vogelweibchen die flinksten Vögel auswählen, nicht die klügsten
- Startseite
- Wissenschaft
- Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vogelweibchen die flinksten Vögel auswählen, nicht die klügsten


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Zebraamadinen-Weibchen ihre Männchen nicht wegen ihrer hohen Intelligenz, sondern wegen ihrer Beweglichkeit und guten körperlichen Fitness auswählen. Dies ist wichtig, denn es hilft uns zu verstehen, was Tiere bei der Wahl eines Partners bewerten.
Es geht um den Paarungstanz, der eher auf Ausdauer als auf Intelligenz hindeutete.
Details
Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Universität von Montreal an Zebra-Amadinen durchgeführt, kleinen Vögeln, bei denen die Männchen die Weibchen aktiv durch Tanzen anlocken.
Zunächst beobachteten die Forscher, welche Männchen die Weibchen am häufigsten wählten. Es stellte sich heraus, dass Vögel mit komplexeren und ausdrucksstärkeren Tänzen das meiste Interesse erweckten.
Dann testeten die Wissenschaftler die kognitiven Fähigkeiten der Männchen mit standardisierten Tests. So wurde den Vögeln beispielsweise beigebracht, eine bestimmte Farbe mit Futter zu assoziieren - so können wir das Lernen und die Geschwindigkeit der Aufnahme neuer Informationen beurteilen.
Es stellte sich heraus, dass Männchen mit einem komplexeren Tanz tatsächlich attraktiver für Weibchen und in besserer körperlicher Verfassung sind. Sie koordinieren ihre Bewegungen besser, sehen robuster und energiegeladener aus. Gleichzeitig haben die Forscher keine überzeugende Verbindung zwischen der Komplexität des Tanzes und der allgemeinen Intelligenz gefunden.
Mit anderen Worten: Ein spektakulärer Tanz zeigt, dass ein Mann körperlich gesund und gut entwickelt ist, aber nicht unbedingt intelligenter als andere.
Warum das wichtig ist
Die Arbeit verdeutlicht, wie die sexuelle Selektion bei Tieren funktioniert.
Sie zeigt, dass es bei der Partnerwahl nicht auf abstrakte "geistige Fähigkeiten" ankommt, sondern auf spezifischere Signale im Zusammenhang mit dem Überleben und der Qualität der Nachkommen. Gute Koordination, Energie und körperliche Verfassung können einem Weibchen signalisieren, dass ein Männchen besser in der Lage ist, nach Nahrung zu suchen, Gefahren zu vermeiden und sich an der Pflege der Nachkommen zu beteiligen.
Dies stellt auch die Vorstellung in Frage, dass komplexe Paarungsrituale in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung der allgemeinen Intelligenz stehen.
Hintergrund
Wissenschaftler hatten schon früher beobachtet, dass Weibchen bei verschiedenen Tierarten manchmal Partner mit besseren kognitiven Fähigkeiten bevorzugen. Es blieb jedoch unklar, an welchen äußeren Anzeichen dies zu erkennen ist.
Die neue Studie zeigt, dass der Tanz im Falle der Zebraamadine wahrscheinlich eher die körperliche Verfassung als die allgemeine Intelligenz widerspiegelt.
Quelle
Die Studie ist in der Zeitschrift Biology Letters (2025) veröffentlicht. Die Autoren untersuchten die Beziehung zwischen der Komplexität des Paarungstanzes, der Fitness, der Lernfähigkeit und der Attraktivität von männlichen Zebra-Amadinen.
- Eine 15-jährige Katze entspricht in etwa einem Menschen im Alter von etwa 80 Jahren
- Wissenschaftler haben erklärt, warum das Kot-Emoji genau so aussieht
- Mutig, vorsichtig und schlagfertig: Auch Affen haben einen „Charakter“
- Die Ziegen folgten der Stimme – und fanden Nudeln
- Wissenschaftler haben herausgefunden: Eine Katze in Stresssituationen zu umarmen, ist möglicherweise keine gute Idee
- Die Biologie des Alterns bei Hunden und Menschen hat sich als überraschend ähnlich erwiesen
Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













