Abnehmen ist nicht gleichbedeutend mit gesund werden: hier ist der Grund

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Gewicht ist kein Indikator für Gesundheit: Ärzte erklären, warum die Zahl auf der Waage irreführend sein kann
21:00, 31.07.2025

Schlankheit ≠ Gesundheit, und hier ist der Grund dafür.



Kann Ihr Gewicht wirklich etwas über Ihren Gesundheitszustand aussagen? Entgegen der landläufigen Meinung sehr viel weniger, als gemeinhin angenommen wird, berichtet The Conversation.

Sie können Ihr Gemüse essen, regelmäßig ins Fitnessstudio gehen und perfekte Blutdruck- und Cholesterinwerte haben - und trotzdem aufgrund der Zahl auf der Waage als "ungesund" gelten. Gleichzeitig kann eine Person mit einem "idealen" Gewicht Mahlzeiten auslassen, auf der Flucht essen und sich nur wenig bewegen und trotzdem in den Augen der Gesellschaft als gesund gelten.

Wir sind daran gewöhnt, Schlankheit als Synonym für gute Gesundheit und Übergewicht als Krankheit zu betrachten. Die Wissenschaft beweist jedoch, dass das Gewicht nur eine von vielen Komponenten der Gesundheit ist. Wenn das Gewicht nicht das gesamte Bild widerspiegelt, worauf sollten wir dann achten?

Tatsächlich zeigt das Gewicht nur die Gesamtmenge der Körpermasse an. Seine Veränderungen sagen in der Regel nur etwas über das Verhältnis von Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch aus: Wenn das Gewicht zunimmt, isst eine Person mehr, als sie verbraucht, und umgekehrt. Aber viel wichtiger sind die Informationen, die das Gewicht nicht liefern kann. Wichtige Indikatoren wie Cholesterin, Blutzucker, Blutdruck oder Herzfrequenz spiegeln sich nicht auf der Waage wider.

Das Gewicht sagt auch nichts über die Qualität unserer Ernährung aus. Eine Person kann genug Gemüse, Obst und Vollwertkost essen und so die Vitamine und Mineralien erhalten, die für Energie, starke Knochen und Immunität wichtig sind. Umgekehrt kann seine Ernährung trotz des "richtigen" Gewichts arm an wichtigen Nährstoffen sein. Vielleicht nimmt er herzgesunde Fette zu sich (z.B. aus Olivenöl, Nüssen und Fisch), die sein Herz stärken, oder er bezieht sein Fett aus verarbeiteten Lebensmitteln, die mit schädlichen Transfetten belastet sind. Der Ballaststoffgehalt, der für die Verdauung und die Kontrolle des Cholesterinspiegels wichtig ist, hat ebenfalls nichts mit der Zahl auf der Waage zu tun.

Außerdem spiegelt das Gewicht nicht genau wider, wie viel Fett im Körper ist oder wo es sich befindet. Viszerales Fett (um die inneren Organe herum) ist besonders gefährlich und erhöht das Risiko von Herzkrankheiten, Diabetes und einigen Krebsarten. Subkutanes Fett hingegen birgt weniger Risiken.

Körperliche Aktivität wird ebenfalls nicht im Gewicht gesehen, obwohl sie die Gesundheit auch ohne Gewichtsabnahme deutlich verbessert. Wichtige Aspekte wie die Schlafqualität und das Stressniveau bleiben ebenfalls unberücksichtigt.

All diese Faktoren sind schwieriger zu messen als das Gewicht, aber sie sind diejenigen, die ein möglichst vollständiges Bild der Gesundheit vermitteln. Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und bestimmten Krankheitsrisiken: Übergewichtige und fettleibige Menschen haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und bestimmte Krebsarten.

Allerdings gibt es unter den übergewichtigen Menschen auch solche, bei denen alle Tests normal ausfallen - dies wird als "metabolisch gesunde Adipositas" bezeichnet. Gleichzeitig kann eine Person mit dem "richtigen" Gewicht aufgrund eines ungesunden Lebensstils schlechte Analysen haben. In der Medizin gibt es sogar einen Begriff, der "skinny-fat" heißt (außen dünn, innen voll).

Warum also wird das Gewicht immer noch als das wichtigste Kriterium für die Gesundheit angesehen?

Die Antwort ist einfach: Es ist leicht zu messen und leicht zu sehen. Anders als Bluttests, Ernährungsanalysen oder MRTs erfordert das Wiegen keine teuren Verfahren. Das Gewicht ist für die Menschen um Sie herum sichtbar, so dass es bequem ist, danach zu urteilen. Allerdings spiegelt diese Sichtbarkeit nicht immer das Wesentliche wider.

Soziale Stereotypen darüber, wie ein "gesunder" Mensch aussehen sollte, sind oft nicht wissenschaftlich fundiert.

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.

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