Ein "pelziger" Geisterfisch wurde am Great Barrier Reef gefunden
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Wissenschaftler haben eine neue Art von ungewöhnlichem Geisterfisch in den Korallenriffen vor Australien beschrieben. Er ist leuchtend orange oder rötlich, hat eine lange Schnauze und viele dünne Wucherungen auf seinem Körper, die ihn "pelzig" erscheinen lassen. Die neue Art wird Solenostomus snuffleupagus genannt, nach Mr. Snufflepagus aus der Sesamstraße.
Der Fisch hat eigentlich kein Fell. Seine "Zotteligkeit" sind die langen Hautfäden, die dem Tier helfen, sich mit Algen, Korallen und anderen Riffdetails zu vermischen. Aufgrund dieser Tarnung wurde der Fisch viele Jahre lang mit einer bereits bekannten Art, dem Rauhen Geisterfisch Solenostomus paegnius, verwechselt.
Die Entdeckung wurde im Journal of Fish Biology veröffentlicht. Die Autoren bestätigten die neue Art nicht nur anhand des Aussehens, sondern auch anhand von DNA, Skelettstruktur und Museumsexemplaren.
Details
Geisterfische sind enge Verwandte von Seepferdchen und Seedrachen. Sie sind gut getarnt: Sie passen sich ihrer Umgebung an, verschmelzen fast mit dem Hintergrund und können wie Algen oder Weichkorallen aussehen. Daher kann es selbst für erfahrene Taucher und Biologen schwierig sein, eine Art von einer anderen zu unterscheiden.
Die neue Art hat sich lange Zeit "im Verborgenen" gehalten. Sie wurde von Tauchern und Unterwasserfotografen gefilmt, Fotos erschienen in den sozialen Medien und auf Citizen Science Plattformen wie iNaturalist. Aber die meisten Leute dachten, sie sähen einen vertrauten "zotteligen" Geisterfisch.
Der Meeresbiologe David Haraszti und der Forscher Graham Short wiesen darauf hin, dass sich diese Fische dennoch von ähnlichen Arten unterscheiden. Sie verglichen Fotos, Museumsexemplare, Körperform und Flossenform und untersuchten die Exemplare dann mit modernen Techniken.
Die genetische Analyse zeigte einen deutlichen Unterschied: Die mitochondriale DNA der neuen Art unterschied sich um etwa 22 Prozent von der einer eng verwandten Art. Für diese Art der Forschung ist dies ein starkes Argument dafür, dass die Wissenschaftler es mit einer wirklich eigenständigen Art zu tun haben und nicht nur mit einer ungewöhnlichen Färbung eines bereits bekannten Fisches.
Die Wissenschaftler setzten auch Mikro-CT-Scans ein, mit denen Sie ein detailliertes 3D-Modell des Skeletts erstellen können. So stellte sich heraus, dass Solenostomus snuffleupagus 36 Wirbel hat, während es bei verwandten Arten normalerweise 32-34 sind. Darüber hinaus wurden in der Haut des Fisches charakteristische sternförmige Knochenstrukturen gefunden.
Im Vergleich zu seinen Verwandten sieht der neue Geisterfisch kompakter und "gedrungener" aus. Die Größe der beschriebenen Exemplare ist klein: In der wissenschaftlichen Abhandlung werden Exemplare mit einer Länge von etwa 18-34 mm angegeben, ohne Schwanzflosse.
Warum das wichtig ist
Auf den ersten Blick ist dies nur eine lustige Nachricht über einen Fisch, der wie eine Figur in einer Kindersendung aussieht. Aber für Biologen sind solche Erkenntnisse wichtig: Sie zeigen, dass selbst gut untersuchte Riffe immer noch unbekannte Arten verbergen.
Das Great Barrier Reef und die angrenzenden Gebiete werden schon lange von Wissenschaftlern, Tauchern und Fotografen erforscht. Aber kleine, gut getarnte Tiere können jahrzehntelang unentdeckt bleiben oder unter einem fremden Namen geführt werden. Im Fall von Solenostomus snuffleupagus half eine Kombination aus konventioneller Beobachtung, Museumssammlungen, DNA-Analysen und 3D-Scans.
Solche Arbeiten tragen auch dazu bei, die Artenvielfalt der Riffe besser zu verstehen. Dies ist vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Erwärmung der Ozeane und der Zerstörung von Korallenökosystemen wichtig: Um Arten zu schützen, müssen sie zunächst korrekt beschrieben und von ähnlichen Arten unterschieden werden.
Hintergrund
Geisterfische sind kleine Meeresfische aus den tropischen Gewässern des indopazifischen Raums. Man findet sie häufig in der Nähe von Korallen, Algen, Seegras und anderen Verstecken. Sie scheinen keine schnellen Raubtiere zu sein: Sie halten sich in der Regel unter Unterständen auf und verlassen sich auf ihre Tarnung.
Es wurde eine neue Art aus dem südwestlichen Pazifik beschrieben. Die wissenschaftliche Beschreibung stützt sich auf Exemplare aus dem Korallenmeer vor Queensland, Australien, aber bekannte Beobachtungen deuten darauf hin, dass ähnliche Fische weiter verbreitet sind - auch vor Papua-Neuguinea.
Der Name Snuffleupagus wurde aufgrund seiner äußeren Ähnlichkeit mit Mr. Snufflepagus, der großen zotteligen Figur aus der Sesamstraße, gewählt. Dies ist ein ungewöhnlicher, aber verständlicher Schritt für einen wissenschaftlichen Namen: Das Aussehen des Fisches war in der Tat eines der Hauptmerkmale, durch die er aufgefallen ist.
Quelle
Graham Short et al, "Solenostomus snuffleupagus snuffleupagus sp. nov., ein haariger Geisterpfeifenfisch (Teleostei: Solenostomidae) aus dem Südwestpazifik, mit einem integrativen Vergleich zu S. paegnius", Journal of Fish Biology, 2026.
In der Studie beschreiben die Autoren eine neue Art von Geisterfischen anhand von Exemplaren aus Korallenriffen im Korallenmeer vor Queensland. Sie verwendeten gleich mehrere Methoden zur Überprüfung: Vergleich der äußeren Struktur, mitochondriale DNA, Museumsexemplare und Mikro-CT-Scans des Skeletts. Die Hauptunterschiede zwischen den neuen Arten sind dichte lange Hautfäden, ein kompakterer Körper, 36 Wirbel und ein deutlicher genetischer Unterschied zu der ähnlichen Art Solenostomus paegnius.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













