Fernsehen durch Lesen ersetzen kann das Demenzrisiko verringern - Studie

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Wissenschaftler haben herausgefunden, welches "Sitzen" schlecht für das Gehirn ist
Unsplash/CC0 Public Domain
21:00, 26.03.2026

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Ersatz des Fernsehens durch Lesen oder andere geistige Aktivitäten das Risiko einer Demenzerkrankung verringern kann. Die Studie ergab, dass verschiedene Arten von "sitzendem" Verhalten das Gehirn auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Das ist wichtig, denn die meisten Menschen verbringen bis zu 10 Stunden am Tag im Sitzen.



Es stellt sich heraus, dass es nicht nur auf die Zeit ankommt, die man im Sitzen verbringt, sondern auch darauf, was genau man tut.

Details

Die Studie ergab, dass "passive" Aktivitäten, wie z. B. Fernsehen, mit einem höheren Demenzrisiko verbunden sind.

Umgekehrt waren "aktive" Tätigkeiten - Lesen, Arbeiten am Computer und Problemlösen - mit einem geringeren Risiko verbunden.

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von mehr als 20.000 Menschen und verfolgten sie 19 Jahre lang.

Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die sich häufiger für geistig aktive Aktivitäten entschieden, selbst bei gleicher Gesamtsitzdauer seltener an Demenz erkrankten.

Sie fanden auch heraus, dass das Ersetzen eines Teils der vor dem Fernseher verbrachten Zeit durch Lesen oder andere geistige Aktivitäten mit einer zusätzlichen Verringerung des Risikos verbunden war.

Die Autoren betonen jedoch, dass die Studie eher einen Zusammenhang als eine direkte Ursache aufzeigt.

Warum das wichtig ist

Demenz ist nach wie vor eine der Hauptursachen für eine schlechtere Lebensqualität im höheren Lebensalter.

Die Forscher empfehlen:

  • fernsehen durch Lesen oder andere geistige Aktivitäten zu ersetzen
  • trainieren Sie das Gehirn mehr, auch im Ruhezustand
  • reduzieren Sie nicht nur die sitzende Zeit, sondern ändern Sie auch deren "Qualität"
  • kombinieren Sie geistige Aktivität mit körperlicher Aktivität

Selbst kleine Änderungen der Gewohnheiten können auf lange Sicht einen Unterschied machen.

Hintergrund

Früher dachte man, dass jedes längere Sitzen ebenso ungesund sei. Neue Erkenntnisse zeigen jedoch, dass das Niveau der geistigen Aktivität eine entscheidende Rolle spielt.

Im Durchschnitt verbringen Erwachsene etwa 9-10 Stunden pro Tag im Sitzen.

Quelle

Die Studie basiert auf den Daten von 20.811 Personen im Alter von 35 bis 64 Jahren, die 19 Jahre lang beobachtet wurden. Sie wurde im American Journal of Preventive Medicine (2026) veröffentlicht.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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