Kinder, die mit Bauernhoftieren aufwachsen, leiden seltener an Allergien - neue Studie
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Kinderärzte und Spezialisten für Infektions- und Entzündungskrankheiten der Universität Göteborg haben gemeinsam mit Kollegen des Skaraborg-Krankenhauses in Schweden herausgefunden, dass Kinder, die von klein auf Kontakt zu Nutztieren haben, ein geringeres Risiko haben, Allergien zu entwickeln.
In ihrer Studie, die in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde, legen die Wissenschaftler nahe, dass der frühe Kontakt mit Nutztieren die Bildung eines ausgeprägten Darmmikrobioms bei Säuglingen fördert. Dies wiederum verringert die Wahrscheinlichkeit, später im Leben allergische Reaktionen zu entwickeln.
In den letzten Jahrzehnten sind sich Wissenschaftler zunehmend der Bedeutung des Darmmikrobioms für die menschliche Gesundheit bewusst geworden. Es wurde bereits festgestellt, dass der Darm eines Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt reich an Bakterien ist, die eine sauerstoffreiche Umgebung bevorzugen. Wenn das Kind wächst und sich die Bedingungen ändern, beginnt der Darm von anaeroben Bakterien dominiert zu werden, was auf eine Reifung des Mikrobioms hinweist.
Verlauf der Studie
Die Forscher sammelten Stuhlproben von 65 Kindern zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Lebens: am 3. Tag nach der Geburt, mit 18 Monaten, 3 Jahren und 8 Jahren. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt:
- Kinder, die auf Bauernhöfen mit Tieren lebten.
- Kinder, die nicht auf einem Bauernhof lebten und keine Haustiere hatten.
- Kinder, die nicht auf einem Bauernhof lebten, aber Haustiere hatten.
Wichtigste Ergebnisse
- Reichhaltiges Mikrobiom bei Bauernhofkindern: Kinder, die auf Bauernhöfen lebten, hatten 7-mal mehr anaerobe bzw. fakultative Bakterien als Kinder in anderen Gruppen.
- Geringere Unterschiede mit zunehmendem Alter: Obwohl die Unterschiede im Mikrobiom zwischen den Gruppen mit zunehmendem Alter abnahmen, wiesen Bauernhofkinder immer noch ein robusteres Mikrobiom auf.
- Weniger Allergien: Im Alter von 8 Jahren hatten Kinder, die auf Bauernhöfen aufwuchsen, deutlich weniger Allergien.
Die Studie stützt die Hypothese, dass ein früher und regelmäßiger Kontakt mit einer vielfältigen landwirtschaftlichen Mikroflora die Entwicklung eines gesunden Darmmikrobioms fördert. Dies kann als Schutzfaktor gegen die Entwicklung von Allergien dienen.
Details zur Studie: Annika Ljung et al, Gut microbiota markers in early childhood are linked to farm living, pets in household and allergy, PLOS ONE (2024). DOI: 10.1371/journal.pone.0313078
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












