Lachen stärkt Herz und Immunität - Forschungsergebnisse

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Warum Ärzte raten, öfter zu lachen
23:00, 22.12.2025

zwei- bis fünfmal pro Woche herzhaft lachen": Ärzte berichten über die gesundheitlichen Vorteile des Lachens



Aufrichtiges Lachen kann genauso gesund sein wie Sport. Das ist die Schlussfolgerung von Ärzten und Forschern, die die Auswirkungen des Lachens auf das Herz, das Immunsystem und die allgemeine Gesundheit untersucht haben.

Michael Miller, Kardiologe und Professor für Medizin an der Universität von Pennsylvania, vergleicht Lachen mit regelmäßiger körperlicher Betätigung.

"Genauso wie wir empfehlen, drei- bis fünfmal pro Woche Sport zu treiben, sollten Sie auch mindestens zwei- bis fünfmal pro Woche herzhaft lachen", sagt er.

Von 'Lachclubs' zum Lachyoga

Die Idee des bewussten Lachens wurde in den sogenannten "Lachclubs" entwickelt, die in den 1990er Jahren in Indien aufkamen. Ihr Gründer, der Arzt Madan Kataria, kombinierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Vorteile des Lachens mit den Atemübungen des Yoga und einfachen Körperübungen.

Die Teilnehmer an diesen Sitzungen lachen zunächst absichtlich - sie machen Geräusche, bewegen sich, machen Zwerchfellübungen. Doch nach ein paar Minuten verwandelt sich das künstliche Lachen oft in echtes Lachen.

Laut der amerikanischen Komikerin und Rednerin Melanine Bee, der Schöpferin der Humorpraxis Laughasté, liegt der Schlüssel darin, sich selbst zu erlauben, unbeholfen auszusehen.

"Das ist anfangs seltsam, aber genau das hilft Ihnen, die Klammern loszulassen und wirklich zu lachen", erklärt sie.

Was im Körper passiert, wenn wir lachen

Die wissenschaftliche Erforschung des Lachens - die Gelotologie - begann sich in den 1960er Jahren rasch zu entwickeln. Einer ihrer Begründer, der Psychologe William Fry von der Stanford University, entdeckte, dass Lachen die Anzahl der immununterstützenden Zellen erhöht.

Die moderne Forschung bestätigt: Lachen stimuliert die Produktion von Endorphinen - natürlichen Schmerzmitteln. Es fördert auch die Freisetzung von Stickstoffmonoxid, das die Blutgefäße erweitert und den Blutdruck, Entzündungen und den "schlechten" Cholesterinspiegel senkt. Dadurch wird das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert.

"Nach einem guten Lachen fühlt man sich entspannt und leicht - fast so, als würde man ein Schmerzmittel nehmen", stellt Miller fest.

Künstliches Lachen funktioniert auch

Laut der Medizinpsychologin Jenny Rosendahl von der Universität Jena (Deutschland) hat sogar absichtliches, "künstliches" Lachen eine physiologische Wirkung. In einer Meta-Analyse von Dutzenden von Studien fand sie heraus, dass die Lachtherapie den Blutzucker- und Stresshormonspiegel senkt, chronische Schmerzen lindert und die Stimmung verbessert, insbesondere bei älteren Menschen.

Aus diesem Grund wird Lachyoga häufig bei Menschen mit Depressionen, Krebs und anderen Erkrankungen eingesetzt, bei denen es schwierig ist, spontan zu lachen.

Wie Sie das Lachen in den Alltag einbauen können

Experten raten dazu, Lachen als eine Fähigkeit zu betrachten, die man trainieren kann. Das können einfache Übungen sein:
- Schauen Sie sich in die Augen und wiederholen Sie eine Minute lang den Laut "ha";
- tief einatmen, den Atem anhalten und beim Ausatmen lachen;
- nehmen Sie an Online-Kursen oder Lachclubs teil.

Der Schlüssel liegt nicht darin, sich zu zwingen, fröhlich zu sein, sondern darin, innere Beschränkungen aufzuheben. Dann wird das Lachen, wie Experten sagen, "kindlich" - spontan und bedingungslos.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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