Merz sprach sich für die Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine aus

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Friedrich Merz
Reuters
10:00, 18.05.2025

Friedrich Merz nannte eine weitere Priorität für die Arbeit der EU-Staats- und Regierungschefs und wies darauf hin, dass sich alle Anstrengungen auf diesen Bereich konzentrieren.



Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, dass Europa derzeit nicht die Möglichkeit in Betracht zieht, Friedenstruppen in die Ukraine zu entsenden. In einer von Reuters veröffentlichten Erklärung betonte Merz, dass sich die Bemühungen derzeit darauf konzentrieren, einen bedingungslosen Waffenstillstand auf Seiten Russlands zu gewährleisten.

Es gibt keinen Grund, im Moment über Friedenstruppen zu sprechen. Davon sind wir weit entfernt. Unser Hauptziel ist ein Waffenstillstand, um die Gewalt zu beenden", sagte Mertz.

Er fügte hinzu, dass der nächste Schritt darin bestehen sollte, das Format der Friedensgespräche festzulegen und herauszufinden, welche Sicherheitsgarantien der Ukraine angeboten werden können. Die Bundeskanzlerin stellte fest, dass die Gespräche in Istanbul trotz der konstruktiven Haltung der ukrainischen Seite nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht haben.

Gleichzeitig erklärte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, dass ihr Land für jedes internationale Format zur Beendigung der Feindseligkeiten offen sei, betonte aber, wie wichtig es sei, die Einheit des Westens zu wahren.

Die Einheit des Westens ist seit Beginn des Konflikts unsere stärkste Position", sagte Meloni und fügte hinzu, dass es in solch schwierigen Zeiten wichtig sei, persönliche Differenzen zugunsten eines gemeinsamen Ziels beiseite zu legen.

Am Freitag trafen sich am Rande des Gipfels in Albanien die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und Polens sowie der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky, um die Situation zu besprechen. Am selben Tag nahmen sie Kontakt mit US-Präsident Donald Trump auf, der am Samstag erklärte, er werde am Montag Gespräche mit Wladimir Putin führen.

Zuvor hatte der US-Sondergesandte für die Ukraine und Russland, Keith Kellogg, gesagt, dass die Staaten über die Entsendung einer "Resilienztruppe" (Widerstandskraft) in der Ukraine diskutieren, um den Frieden zu erhalten, und sogar angekündigt, dass er sich auf britische, französische, deutsche und polnische Truppen bezog.

Friedrich Merz

Merz sagte, er sei enttäuscht von den Gesprächen in Istanbul

10:30, 17.05.25
Maryna Boryspolets
Maryna Boryspolets
Maryna Boryspolets
Schreibе über Politik bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.

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